Bedeutung von Mitarbeiterbefragungen in Kliniken

 In Aktuell, Marktforschung

Zufriedene, engagierte und motivierte Mitarbeiter sind eine wesentliche Voraussetzung für zufriedene Patienten und somit auch für den Erfolg einer Klinik.

Doch wie wird Mitarbeiterzufriedenheit, -motivation und -bindung erzeugt und gesteuert und welchen Stellenwert hat das Führungsinstrument „Mitarbeiterbefragung“ in Kliniken? Dies wurde durch eine Onlinebefragung der M+M Management + Marketing Consulting GmbH und Spectos GmbH ermittelt, welche sich an Krankenhausleiter, Chefärzte und QM-Verantwortliche richtete.

Trotz einer insgesamt positiven Grundeinstellung der Befragten zu Mitarbeiterbefragungen und den grundsätzlichen Anforderungen an ein einrichtungsinternes Qualitätsmanagement (Qualitätsmanagement-Richtlinie (QM-RL) des gemeinsamen Bundesausschusses) sind die Durchführungsquoten jedoch niedrig. Lediglich 56,2 Prozent aller befragten Kliniken führen Mitarbeiterbefragungen überhaupt durch. Hauptgründe für den Verzicht auf eine Befragung sind neben Zeit- und Personalproblemen eine niedrige Nutzeneinschätzung. Zu ungenügend werden die Anforderungen in Bereichen der Reaktionsmöglichkeit, Ursachenerkennung und Ergebnisaufbereitung aus Sicht der Befragten erfüllt. Auch spielt eine generelle Überlastung in den Kliniken eine tragende Rolle, so dass Mitarbeiterbefragungen oft nur temporär durchgeführt werden. Dabei ist insbesondere eine regelmäßige Durchführung relevant, um Veränderungen erkennbar und Erfolg sichtbar zu machen.

Professionell durchgeführte Mitarbeiterbefragungen als Bestandteil eines modernen HRM in Kliniken und anderen Einrichtungen des Gesundheitssystems können ein wertvolles Mittel sein, um die Zufriedenheit der Mitarbeiter systematisch zu erkennen und geben Aufschluss darüber, was Mitarbeiter in ihrem Arbeitsalltag beschäftigt und bewegt. Aufgrund dessen sollte bei der Durchführung einer Mitarbeiterbefragung auf schnelle und reibungslose Durchführbarkeit, einen gut strukturierten und verständlichen Fragebogen, die Einbeziehung der Mitarbeiter, um Vertrauen zu schaffen und eine offene Ergebniskommunikation geachtet werden. Gerade dieses Know-How über die Qualität der internen Prozesse und Abläufe gilt es, gezielt zu nutzen.

(Henriette Höhle, Praktikantin bei M+M)

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